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Ein Schrei namens Wilhelm

Eine der vergnüglichsten Tätigkeiten eines Sounddesigners ist es, im Studio mit netten Kollegen menschliche Laute aufzuzeichnen, die eine Szene in einem Film akustisch untermalen sollen. Neben allerlei Grunzlauten und freudigen oder erschrockenen ‚Ooohs‘ und ‚Aaaahs‘ gehören dazu natürlich auch zahlreiche Schreie.

Und so hatten wohl auch 1951 einige Leute ihren Spaß, als sie für den Film „Die Teufelsbrigade (Distant Drums)“ einige Schreie aufnahmen, von dem einer später für die Szene verwendet wurde, in der ein Mann von einem Alligator angefallen wird.

Solche Schätze werden natürlich archiviert und wiederverwendet, und so fiel dieser Schrei auch Ben Brutt in die Hände, der den Schrei in dem 1977 erschienenen ersten Star Wars-Film  verwendete und ihm den Namen „Wilhelm“ gab.

Ach wenn Burtt eher für sein futuristisches Sound Design bekannt wurde – das Gepiepse von R2-D2 und das Summen der Lichtschwerter stammen aus seiner „Feder“ – griff er doch immer wieder in Filmen von Regisseuren wie George Lukas oder Steven Spielberg auf seinen Wilhelm-Schrei zurück.

Seine Kollegen bei Skywalker Sound taten es ihm nach und bald auch viele weitere Toningenieure weltweit, so dass auch heute noch in vielen Filmen der „Wilhelm“ zu hören ist.


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